Sechster DM-Titel in Folge
Mainzer Speerwurf-Ass Weber ist wieder deutscher Meister

Ein Feuer-Fehlalarm und eine Lebensmittelvergiftung halten ihn nicht auf: Julian Weber hat erneut die deutsche Speerwurf-Meisterschaft gewonnen und Sportgeschichte geschrieben.
Bochum-Wattenscheid. Julian Weber hat zum sechsten Mal in Folge die deutsche Meisterschaft im Speerwurf gewonnen. Das Mainzer Leichtathletik-Ass hängte die Konkurrenz bei den Titelkämpfen in Bochum-Wattenscheid ab. Mit 82,60 geworfenen Metern war der 31-Jährige der beste Werfer, auch wenn er von seinen Top-Leistungen weit entfernt war. „Ich bin deutscher Meister geworden, das war das absolute Ziel. Das ist genial, wenn man überlegt, wie ich mich gefühlt habe. Ich hatte eine Lebensmittelvergiftung, habe flach gelegen, die Vorbereitung war extrem schwierig“, sagte er im „ZDF“. „Jetzt kann ich mich gezielt auf die EM vorbereiten und bin froh, dass ich es hier geschafft habe.“
Erst jüngst hatte Weber nach längerer Verletzungspause seinen Saison-Einstieg gefeiert, in Luzern 87,04 Meter weit geworfen und damit ein Zeichen gesetzt in Richtung der Europameisterschaft in Birmingham (10. bis 16. August), wo er zu den aussichtsreichsten deutschen Medaillenkandidaten zählt.
Allerdings hatte ihn nach Luzern auch eine Lebensmittelvergiftung außer Gefecht gesetzt. Auf dem Weg zur Meisterschaft stoppte den Mainzer das nicht. Nach seiner gewonnenen Meisterschaft lächelte er in die Kameras, zeigte die Muckis. Mit seinem sechsten Meistertitel in Folge schrieb der USC-Athlet ein Stück deutsche Sportgeschichte. Eine solche Serie war im Speerwurf bislang nur Klaus Wolfermann (2024 verstorben) zwischen 1969 und 1974 gelungen. Mit 82,60 Metern legte Weber gut los bei seiner wiederholten Titelverteidigung. Die Weite toppte er bei seinen weiteren Versuchen aber nicht mehr. Musste er aber auch nicht. Hinter Weber, der nur vier Würfe abgab, landeten bei den deutschen Titelkämpfen Nick Thumm (81,45 Meter) und Max Dehning (79,33 Meter).
Feuer-Fehlalarm am Morgen schreckt USC-Athleten auf
Der Tag des Meisters verlief schon in der Frühe aufregend. Die Reporter im ZDF-Livestream verrieten, dass der Speerwerfer am frühen Morgen sein Hotel verlassen musste wegen eines Feueralarms. USC-Präsident Fabian Ehmann schilderte auf AZ-Anfrage, der Alarm sei zwischen 6 und 7 Uhr im Hotel ausgebrochen, in dem die USC-Athleten untergekommen waren. Es sei aber Fehlalarm gewesen, nach 20 Minuten Wartezeit durften alle Hotel-Gäste wieder auf ihre Zimmer.
Quelle: Mainzer AZ









