Julian zum zweiten Mal Europameister!
Gold-Sensation in Birmingham: Julian Weber fliegt mit 90-Meter-Krimi zum EM-Titel

Gold-Sensation in Birmingham: Julian Weber fliegt mit 90-Meter-Krimi zum EM-Titel
Ein Leichtathletik-Krimi, wie er im Buche steht: Der deutsche Speerwerfer
Julian Weber hat sich bei den Europameisterschaften in Birmingham in einem hochdramatischen Finale die Goldmedaille gesichert. Mit einem Fabelwurf über die magische Marke hinweg krönte er sich zum kontinentalen Champion und feierte den zweiten EM-Titel seiner Karriere.
Ein Finale voller Dramatik und Nervenkitzel
Schon der Start in den Wettkampf versprach ein starkes Ergebnis für den Leichtathletik-Verband. Julian Weber setzte sich gleich im ersten Durchgang mit soliden 83,71 Metern an die Spitze des Feldes. Doch die Führung wackelte im Verlauf des Abends gewaltig: Ausgerechnet sein 21-jähriger Teamkollege
Nick Thumm lieferte einen sensationellen Wettkampf ab. Im fünften Versuch warf Thumm eine persönliche Bestweite von
83,76 Metern und zog damit hauchdünn um fünf Zentimeter an Weber vorbei.
Der Druck auf den Favoriten stieg ins Unermessliche, denn vor dem sechsten und letzten Versuch lag Julian Weber überraschend nur auf dem Silberrang.
Der goldene Befreiungsschlag im letzten Versuch
Was dann folgte, war ein historischer Moment: Im finalen Durchgang sammelte der 31-jährige Mainzer all seine Kräfte. Weber erwischte den Speer perfekt, entlud seine gesamte Energie im Anlauf und feuerte das Sportgerät weit in den Abendhimmel von Birmingham.
Das Resultat ließ das Stadion jubeln:
90,40 Meter.
Damit knackte Weber nicht nur zum wiederholten Male in seiner Karriere die magische 90-Meter-Barriere, sondern stellte zeitgleich einen neuen Meisterschaftsrekord auf.
Das Endergebnis im Speerwurf-Finale:
- 1. Platz (Gold): Julian Weber (Deutschland) – 90,40 m (Meisterschaftsrekord)
- 2. Platz (Silber): Nick Thumm (Deutschland) – 83,76 m (Persönliche Bestleistung)
- 3. Platz (Bronze): Patriks Gailums (Lettland) – 82,97 m
Stimmen und Emotionen zum Wettkampf
In den anschließenden Interviews zeigte sich der frischgebackene Europameister überwältigt von der Dynamik des Wettkampfs. Er lobte die starke Konkurrenz im eigenen Team und betonte, wie sehr ihn der Führungswechsel im fünften Durchgang angestachelt habe. Dass er unter extremem Erfolgsdruck im entscheidenden Moment sein Leistungspotenzial abrufen konnte, unterstreicht seine mentale Stärke.
Mit dem Doppelsieg für Weber und Thumm erlebte der deutsche Speerwurf in Birmingham einen seiner erfolgreichsten Tage und setzte ein deutliches Ausrufezeichen in der internationalen Leichtathletik.










