Bronze bei den Ultimate Championships in Budapest 2026
Podestplatz zum Saisonabschluss: Julian Weber holt Bronze bei den Premier-Ultimate-Championships in Budapest

Julian Weber im Wettkampf in Budapest. Quelle: Deutscher Leichtathletik-Verband / © Torben Flatemersch
Mit den neu eingeführten World Athletics Ultimate Championships ging am vergangenen Wochenende im National Athletics Centre von Budapest die Freiluftsaison der Leichtathletik zu Ende. Im stark besetzten Feld der weltweit acht besten Speerwerfer erkämpfte sich der frischgebackene Europameister Julian Weber mit einer Weite von 85,89 Metern den 3. Platz. Der 31-jährige Mainzer sicherte sich damit nicht nur einen Platz auf dem Podest, sondern auch ein Preisgeld von 40.000 US-Dollar.
Frühe Führung im Kompakt-Format
Das neue Wettkampfformat der Ultimate Championships setzt auf Tempo: Ohne Qualifikationsrunde traten die Athleten direkt im Finale gegeneinander an. Weber erwischte einen starken Auftakt. Bereits im ersten Durchgang setzte er sich mit 84,09 Metern an die Spitze des Feldes. Im zweiten Versuch steigerte er seine Bestweite des Tages auf 85,89 Meter.
Im weiteren Verlauf des Wettkampfs gelang es dem Europameister jedoch nicht mehr, die nötige Dynamik im Anlauf aufzubauen. Probleme mit dem Anlaufrhythmus verhinderten noch weitere Steigerungen.
Pathirage dominiert, Peters sichert sich Silber
Der Sieg ging einmal mehr an den überragenden Werfer der aktuellen Saison: Der 23-jährige Rumesh Tharanga Pathirage aus Sri Lanka übernahm im dritten Durchgang die Führung und flog im finalen Versuch mit 91,09 Metern uneinholbar davon. Der zweimalige Weltmeister Anderson Peters aus Grenada schob sich im zweiten Durchgang mit 86,18 Metern knapp vor Weber auf den Silberrang. Weber konnte namhafte Konkurrenten wie den Olympiasieger Arshad Nadeem (81,49 m / Platz 5) auf Distanz halten.
Versöhnliches Ende einer intensiven Saison
Nach dem knappen Verpassen einer Olympia-Medaille in Paris und dem emotionalen EM-Titelgewinn in Birmingham schließt Weber das Wettjahr 2026 mit einem weiteren internationalen Podestplatz ab. Trotz leichter Knieprobleme aus den letzten Wochen zeigte sich der Mainzer im Anschluss zufrieden mit dem erreichten Bronze-Rang:
„Ich bin Dritter geworden, das wäre bei einer WM Bronze gewesen – damit kann man nach dieser schwierigen Saison absolut zufrieden sein. Ich weiß aber auch, dass mehr drin gewesen wäre. Jetzt geht es in die Wintervorbereitung, um genau an den Details im Anlauf zu arbeiten.“










